Arbeit unter dem Sattel

Die Skala der Ausbildung gibt uns eine gute Leitlinie in Bezug auf die körperliche Entwicklung des Pferdes während der  Ausbildung unter dem Sattel. Die einzelnen Punkte bauen aufeinander auf, gehören aber auch alle komplex zueinander, so dass man  sie in der Arbeit nicht  klar voneinander trennen kann. Jedoch kann man davon ausgehen, dass kein Punkt dieser Skala vernachlässigt werden darf, wenn man eine dem Pferd gerecht werdende harmonische Ausbildung garantieren möchte. Wir profitieren heute aus dem bereits vor Jahrhunderten entwickelten Wissen über das Wesen des Pferdes.

  • Takt
  • Anlehnung
  • Losgelassenheit
  • Schwung
  • Geraderichtung
  • Versammlung

Der Aufbau des Beritts richtet sich nach den individuellen Vorraussetzungen. Je nach Pferdetyp und Zielsetzung arbeiten meine Töchter oder ich 5 Tage die Woche intensiv mit dem uns anvertrauten Pferd. Die sorgfältige Ausbildung unter dem Sattel wird durch die Tellington-Arbeit begleitet.

Wenn für den Besitzer die Möglichkeit besteht, integrieren wir diesen gerne in den Prozess. Wichtig ist schließlich, dass Pferd und Besitzer am Ende einer Ausbildung harmonischer zusammenarbeiten. Wir übernehmen sowohl die Grundausbildung mit Anreiten und erster Balancefindung sowie auch die weiterführende Ausbildung von Freizeit- und Turnierpferden im Western- und Dressurbereich.

der fünfjährige Peret brauchte länger um Auszuwachsen und findet jetzt Vertrauen zu Sattel und Reiter.

Der dreijährige Samweis wird in kurzen Einheiten schonend angeritten.

Auch Pferde, die mit gesundheitlichen Einschränkungen, Störungen in ihren Bewegungsmustern oder Verhaltensaufälligkeiten zu uns kommen, sind herzlich willkommen. Gerade diese Pferde finden oft große Hilfe in der ergänzenden Tellington-Arbeit.

Wer in der Nähe wohnt und regelmäßig kommen möchte, damit wir mit seinem Pferd arbeiten können, kann dieses selbstverständlich auch tun.

Durch unsere Arbeit, gute Beobachtung, gezielte, abwechslungsreiche Übungen entwickeln wir in hohem Maße Beziehungsqualität.

  • Losgelassenheit
  • Ruhe und Fleiß
  • Koordination und Muskelaufbau

kurz auch alle Fähigkeiten, die ein sportlich gefordertes Pferd benötigt.

Ein psychologisch wichtiger Bereich in der Ausbildung eines jeden  Freizeit- oder Turnierpferdes ist das Überwinden des Fluchtinstinktes. Das bedeutet für uns durch die Arbeit am Boden und unter dem Sattel, dem Pferd

alternative Handlungsmuster zu zeigen
sein Vertrauen in sich selbst und zu den Menschen zu stärken.

Es muss lernen, dass es die Wahl hat, statt zu fliehen, lieber abzuwarten oder sich am Menschen zu orientieren.,

oder anders gesagt, es lernt entsprechend seiner Problematik anders mit Gefahren umzugehen.

Das gilt für alle unerwünschten bzw. gefährlichen Verhaltensmuster, wie beispielsweise

  • Bocken
  • Schnappen
  • Schlagen
  • Steigen
  • nicht verladen lassen
  • nicht alleine gehen

In seiner Handlung sieht das Pferd ein Verhaltensmuster, das ihm Vorteile bringt. Es möchte Schmerz oder Streß reduzieren, ausdrücken oder vermeiden (etwas nicht tun).

Wir wollen herausfinden

  • warum ein Pferd ein Verhalten gewählt hat
  • Ursachen auflösen
  • andere Reaktionsmöglichkeiten schaffen und
  • das Verhalten nachhaltig positiv verändern
SamweisArbeit unter dem Sattel